Das Wrangelhaus gehört zu den schönen Hamburger Kontorhäusern aus dem frühen 20. Jahrhundert. Unter einem Kontorhaus versteht man einen Gebäudetyp, der in der Zeit von 1886 bis etwa 1938 nach nordamerikanischem Vorbild für die ausschließliche Unterbringung von Büroräumen der (Handels-)Unternehmen entworfen und gebaut wurde. Vor allem in den norddeutschen Hafenstädten haben die Kontorhäuser ihre Beliebtheit gefunden. Dies ist u.a. auf die konstruktionsbedingten Flexibilität in der Raumaufteilung zurück zu führen. Unser Hamburger Architekturfotograf Tobias hat das Wrangelhaus fotografiert und seine Schönheit dank der richtigen Perspektive zur Geltung gebracht.

Wrangelhaus Hamburg © offenblende.de

Wrangelhaus

Das „Wrangelhaus“ am Jungfernstieg wurde 1913-1914 nach Plänen von Albert und Walter Lindhorst gebaut. Die Bezeichnung des Hauses prangt in den blanken messingnen Lettern, ziert die Fassade und kontrastiert herrlich zu den blitzeblanken Kacheln. Kupferfarbene Figuren schmücken die Simse aus. Auch hinter dem Eingangsportal sind geschnitzte Figuren in den Winkeln zu finden. Sie rahmen das Old School Schild mit den Namen der ansässigen Firmen ein und fungieren als echte Hingucker. Besonders beeindruckend in das Entree.

Wie in den meisten Hamburger Kontorhäuser ist es auf seine Art prachtvoll und einzigartig: Warme Holztäfelung wechselt sich mit glänzenden Kacheln ab und üppige Stuck-Ornamente zieren die Decke. Eine monumentale Treppe windet sich in die Etagen, geschmückt von kunstvollen Drechsler-Arbeiten wie einem hölzernen Nachtwächter mit Schlüsselbund und Laterne am ersten Treppenabsatz. Die Fensterscheiben zum Hinterhof führen die Pracht weiter und verfügen über mittig platzierte Mosaike und blanke Messinggriffe.

Wrangelhaus Hamburg © offenblende.de

Architekturfotografie zur richtigen Stunde

Manchmal stellt man es sich unglaublich einfach vor ein Haus zu fotografieren. Die Praxis zeigt aber genau das Gegenteil. Was scheinbar so unkompliziert ist, wirkt auf dem Foto unproportional, flach, verzerrt oder langweilig. Möchte man eine eindrucksvolles Architekturfotografie haben, so bedarf es einen professionellen Immobilienfotografen. Ein Architekturfotograf weiß aus welchem Winkel und welcher Weite die Location aufgenommen werden soll. Bespricht man im Vorfeld in welchem Stil und bei welchem Licht das Objekt aufgenommen werden soll, so spart man sich im Vorfeld viel Zeit und Aufwand. Um nur ein Beispiel zu geben:  Schön beleuchtete Gebäude sollten besser nach dem Sonnenuntergang aufgenommen werden. Wünscht man sich ein warmes, weiches Licht, so ist es empfehlenswert das Shooting auf Morgenstunden oder auf den Nachmittag zu legen.