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In der Porträtfotografie steckt die Kunst der Andeutung

Im Verborgenen kann so viel mehr Aussagekraft stecken, als im Direkten. Der Anblick jedes einzelnen Menschen beinhaltet ein unendliche Spirale an Geschichten, Launen, Gedanken und Gefühlen. Eine Porträtfotografie ist ein Medium um diese zu erzählen. Unsere Münchener Peoplefotografin Lara zeigt uns, dass eine Porträtfotografie nicht unbedingt klar und deutlich sein muss, sondern auch mal düster und geheimnisvoll bleiben kann.

Peoplefotografie © offenblende.de

Porträtfotografie ist gleich Kunstfotografie

Der Unterschied zwischen Pass- und Porträtfotografie liegt nicht nur in der Funktion und Ausführung, sondern in der künstlerischen Gestaltung. Eine Porträtfotografie ist eines der größten Kunstwerke und ein Kunstwerk ist dann ein Kunstwerk, wenn es ein Geheimnis hat. Fragwürdig muss es sein, zum Nachdenken anregen, Platz für die eigene Vorstellungskraft lassen, Subtilität und Suspense aufweisen. Das Porträt muss nicht immer die Augen des Menschen und seine Mimik zeigen. Das Problem bei der Andeutung bzw. Anspielung, besteht in dem weitgehenden Inhalt des Sinnes. Ist trotz der Abstraktion genug Inhalt erkennbar und ist der künstlerische Sinn des Ganzes nachvollziehbar, so kann das Porträt auf die grundliegende Stimmung reduziert werden.

Peoplefotografie © offenblende.de

Die Bildgestaltung fängt beim Betrachter an

Interessant ist die Tatsache, dass die Bildgestaltung und die Aussagekraft des Porträts genau da beginnen, wo der Betrachter ins Spiel kommt. Der Fotograf übermittelt zwar seine Botschaft, doch die Interpretation erfolgt durch die Außenwelt. Wie sehen wir den jungen Mann auf dem Bild? Wirkt er traurig, oder nachdenklich? Ist er ein Träumer oder hat er Angst? Wie möchte sich der Porträtierende darstellen und wie hat ihn der Fotograf aufgenommen? Stimmen alle drei Ebenen überein, d.h. steht die Botschaft des Porträtierenden mit der Bildgestaltung des Porträtfotografen und der Interpretation des Betrachters auf einer Linie, wird die Anspielung verstanden, so bewegen wir uns in die Richtung der „kulturellen Bilder“. Eine Peoplefotografie ist nie eindeutig und das ist auch gut so. Menschenbilder sind spannend, interessant und vielfältig.