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Home Staging für hochwertige Immobilien

Früher hatten die Zimmer in den meisten Wohnungen ein oder zwei Türen, vier Wände und ein paar Fenster. Über die letzten Jahrzehnte hat sich jedoch in der Architektur viel getan, gerade bei hochwertigen und modernen Immobilien — in offenen Wohnbereichen fehlen Wände oft ganz und oft finden wir mehr Fensterfläche als Mauer. Vielen Interessenten fällt es da schwer, sich eine Einrichtung vorzustellen. Dafür gibt es Homestaging-Experten wie Kathrin Wietusch, die für Besichtigungen Wohnungen vorübergehend einrichtet. Für die fotografische Dokumentation vertraut sie auf unseren Immobilienfotografen Alex, der für Offenblende in Hannover und Niedersachsen unterwegs ist. Und wie das Ganze funktioniert, das verrät sie uns im Interview.

 

Worauf kommt es beim Home-Staging an? 

Das Konzept für diese Musterwohnung entstand im Sommer letzten Jahres, es handelt sich um den skandinavischen Look. Beim Home Staging sind alle Bemühungen immer auf das Wecken von Emotionen ausgerichtet. Es sind bereits die ersten Sekunden beim Betreten einer Immobilie, die für einen Kauf oder eine Anmietung entscheidend sind. Dazu gehört, dass man auch die Stimmungen der Jahreszeiten und ihre Verbindungen mit aufnimmt. Leichte Möbel und maritime Farben unterstützen das Urlaubsgefühl des Sommers.

Natürlich muss sich auch die gewünschte Zielgruppe angesprochen fühlen. In dieser Wohnanlage sollten als Mieter Best Ager, Senioren und Singles mit mittlerem Einkommen angesprochen werden. Der angesprochene skandinavische Stil spricht mit seiner klaren, klassischen, leichten und unaufdringlichen Formensprache viele Zielgruppen an. 

Welche besonderen Herausforderungen gab es bei diesen Wohnungen?

Die Wohnungen haben viele große Fensterfronten zu den Terrassen und offene Wohn- und Essbereiche. Obwohl die Wohnungen dadurch sehr hell und lichtdurchflutet sind, wirken die Räume beim Betreten im leeren Zustand zuerst klein. Vielen Interessenten fehlt die Vorstellungskraft für die Proportionen der Räume und sie bezweifeln schnell, ob sie all Ihre Möbel hier stellen und unterbringen könnten. 

Die meisten Deutschen stellen ihre Möbel entlang der Wände. Wichtig bei der Raumdefinition für die offenen Wohn- und Essbereiche ist die klare Abgrenzung zueinander. Dazu gehört auch der Mut, einfach mal den Esstisch oder andere Möbel mittig in den Raum oder vor ein Fenster zu stellen, ohne jedoch die wichtigen Verkehrswege zu blockieren. Man sollte sich immer noch frei und natürlich in den Räumen bewegen können. 

Home Staging © offenblende.de
Home Staging © offenblende.de

Des Weiteren sollten offene Wohn- und Essbereiche nicht zugestellt wirken, deshalb wurde hier bei der Auswahl der Möbel auf Leichtigkeit geachtet: ein Esstisch aus Glas mit weißen Stühlen, ein Sideboard mit weißer glänzender Oberfläche und eine beigefarbene Sofa-Modullandschaft. In der Tat wirkten alle Wohnungen nach unseren Möblierungen viel größer und geräumiger und kurbelten somit die Vermietungszeiten deutlich an.

Wo kommen die Möbel her?

Möbel und Dekoration kommen allesamt aus meinem Fundus. Diese stelle ich dem Kunden gegen eine Möbelmiete für die gewünschte Vertragslaufzeit zu Verfügung. Die Möbel verwende ich dann für verschiedenste Auftraggeber weiter, allerdings arrangiere ich diese mit unterschiedlichen Dekorationen jedes Mal neu, so dass immer wieder neue Looks entstehen, die den gewünschten Zielgruppen und Themen entsprechen. 

Das ist auch der Grund, warum ich mir immer wieder Werke von Künstlern ausleihe. Es gibt bei uns in Berlin so viele tolle, unentdeckte Künstler, denen ich mit meinen Räumen eine Plattform bieten kann. Es darf für mich nicht langweilig werden. Ich möchte für alle meine Kunden einzigartige und überraschende Räumen schaffen und nichts „von der Stange“ abliefern — und das erwarten sie auch, es darf nicht wie in einer Musterwohnung aussehen. 

Beim Kauf der Möbel achte ich auf schlichte, gut kombinierbare und modular erweiterbare Möbel, bei denen ich bspw. dann einfach nur ein neuen Sofabezug verwenden kann. Die Möbel bleiben farbneutral, aber mit Dekorationen und Wandfarben darf es auch mal knallig werden.

Wie empfanden Sie die Zusammenarbeit mit Offenblende-Fotograf Alex?

Alex war ab dem ersten Projekt immer pünktlich und gut gelaunt. Er nimmt sich unglaublich viel Zeit für jedes einzelne Motiv und die Ideen, die wir beide haben. Sein Blick für Details in Kombination mit meinem Blick für übergeordnete Raumwirkungen der Immobilie in ihrer Gesamtheit lassen tolle Motive und Ansichten entstehen. Dabei greift er auch selbst mal zur Deko und arrangiert diese neu, so dass ein stimmiges Motiv entsteht. Das ist überaus hervorzuheben, dann das machen nach meinen Erfahrungen die wenigsten Fotografen. Es kommen immer tolle Close-ups, Frontalaufnahmen und wunderbare Weitwinkel-Aufnahmen als Ergebnis heraus und diese Vielfalt dem Kunden präsentieren zu können ist klasse. Zudem beherrscht er sein Handwerk als Fotograf perfekt. Die Farben, Belichtungen und Weitwinkel-Korrekturen sind allesamt stimmig. Und er arbeitet schnell. Die Express-Bearbeitungen kamen immer pünktlich!

Home Staging © offenblende.de

Sie brauchen Fotos von einer Immobilie? Vertrauen Sie auf einen unserer Fotografen, die wissen auf was es dabei ankommt: optimale zeitliche Planung für den Lichteinfall in der Wohnung, Optimierung der Perspektiven und Bilder durch die Anwendung von Photoshop — und das alles im Hinblick darauf, die Aufnahmen so natürlich wie möglich zu halten.