Kostenlose Beratung: +49 (0) 221 34660998

Tipps zur Immobilienfotografie für Makler & Verkäufer

Wir leben in einem visuellen Zeitalter. Bevor ein Text gelesen wird, sieht sich der Leser die illustrierenden Fotos an. Und tatsächlich sagen Fotos manchmal mehr als tausend Worte. Für die Immobilienfotografie gilt dieser Satz allemal. Hier sind aussagekräftige, ästhetische Bilder ein Wegbereiter des Verkaufserfolgs. Aber sie schießen sich nicht allein durch die Investition in teure Technik. Hochwertige Immobilienfotografie braucht feste Regeln und einen guten Blick.

Die Immobilienfotografie im Zeitalter der Bilderflut

2015 wurde die 1000-Milliarden-Marke durchbrochen: So viele Fotos sind in diesem Jahr weltweit geschossen worden. In der Ära des Smartphones ist das Bild nicht weit – die meisten dieser Schnappschüsse halten professionellen Kriterien nicht stand, sie haben allein einen persönlichen Wert. Auch auf dem Immobilienmarkt existieren unzählige Fotos. Leider sind viele von ihnen ebenfalls kunstlos mit dem Smartphone geschossen worden. Aber die Immobilienfotografie ist keine Social-Media-Kommunikation, sondern eine Verkaufsunterstützung – im Vorfeld der Interessentenwerbung für eine Immobilie sogar die wichtigste! Sie können sich im Besitz einer Traumvilla mit Fischgrätenparkett, Stuckdecken und Rosenrondell befinden: Wenn Sie mit wackligem Smartphone bei Regenwetter lieblos durch die Räume fotografieren, werden Ihre Verkaufschancen sinken. Denn im visuellen Zeitalter treten Sie gegen eine große Schar konkurrierender Fotos anderer Immobilien an. Und möglicherweise haben die Mitbewerber auf dem Immobilienmarkt ihre Hausaufgaben besser gemacht und eine durchschnittliche Wohnung oder ein konventionelles Haus ins beste Licht gerückt. Es lohnt sich also, diese Hausaufgaben selbst zu machen oder, wenn Ihnen die Zeit dazu fehlt, sich professionelle Hilfe unserer Agentur zu holen. Als Verkäufer/Vermieter für eine Wohnungsbaugesellschaft oder als gewerblicher Makler weisen Sie mit hochwertigen Fotos außerdem Ihre Professionalität aus. Ein handwerklich und ästhetisch gut gemachtes Foto ist der beste Wegbereiter zum Verkaufsgespräch. Die Zuarbeit unserer Agentur wird Ihnen gerade bei regelmäßigen oder großen Projekten hilfreich sein, denn mit unserem Netzwerk können wir bundesweit in kürzester Zeit eine Vielzahl von Objekten aufsuchen, fotografieren und Ihnen hochwertige Immobilienfotos zur Verfügung stellen.

Planung & Vorbereitung

Vorbereitung ist alles. Die Beachtung dieses Grundsatzes entscheidet über den Erfolg der Immobilienfotografie. Bevor Sie sich damit beschäftigen, welche technische Ausrüstung Sie benötigen und wie Sie sie einsetzen, müssen Sie Haus und Grundstück fotogen machen. Fangen wir mit dem Außenbereich an. Ordnung ist das erste Verkaufsargument. Ein gepflegter Rasen und geschnittene Sträucher zeugen von einem sorgsamen Umgang mit der Immobilie und senden positive Signale. Räumen Sie störende Objekte wie Wäscheständer und Abfalleimer aus dem Bild. Wenn Sie räumliche Tiefe erzielen wollen, platzieren Sie Highlights der Immobilie in den Sichtbereich. Stellen Sie Ihre Immobilie möglichst großformatig dar. Fotografieren Sie von einem erhöhten Standpunkt aus, beispielsweise von einer Trittleiter. Befindet sich Ihre Immobilie in einer ruhigen, landschaftlich reizvollen Umgebung, darf diese attraktive Nachbarschaft selbstverständlich Teil der Immobilienfotografie sein. Aber auch Vorteile der unmittelbaren Umgebung wie z.B. Einkaufscentren, Haltestellen von Öffentlichen  Verkehrsmittel, Spielplätze und Parks können dem Exposé beigemischt werden. Abschließend ein Wort zum Wetter. Eine Immobilie, die in einer Regenlandschaft aufgenommen wird, besitzt eine triste Ausstrahlung. Fotografieren Sie bei vorteilhaftem Wetter. Auch die Tageszeit spielt in die Bildwirkung hinein. Aufnahmen zur goldenen Stunde, am Morgen oder in der Abendsonne vermitteln eine behagliche Atmosphäre. Für Objekte, deren Außenanstrich seine besten Zeiten hinter sich hat, empfiehlt der Immobilienfotografie-Experte einen schönen Tag in der Abenddämmerung bei erleuchteten Fenstern.

Außen hui und innen hui

Ordnung und Sauberkeit verstehen sich von selbst. Präsentieren Sie die Räume der Immobilie nicht völlig überladen und übertrieben dekoriert. Vermeiden Sie es private Gegenstände wie Zahnbürsten, bunte Duschvorhänge aber auch Mülleimer zu fotografieren. Je mehr Gegenstände in einem Raum herumstehen, desto kleiner wirkt er und desto orientierungsloser wird das Auge des Betrachters. Umgekehrt erzielt die Immobilienfotografie keine ansprechende Wirkung, wenn das dargestellte Objekt völlig kahl und leergeräumt präsentiert wird. In diesem Fall helfen ein paar dekorative, hochwertige Gegenstände, Möbel und Dekorationen, Wohnatmosphäre zu schaffen und den Blick zu lenken. Die Kunst des Ausstaffierens hat sogar einen Namen: Unter dem Stichwort Home Staging finden Sie wertvolle Tipps im Netz. Auch bei Innenaufnahmen spielt das Licht eine wichtige Rolle. Ideal für die Immobilienfotografie von Interieurs sind die Jahreszeiten Frühling und Herbst. Allerdings sollten Sie kein Frühlingsbild verwenden, wenn Sie Ihre Immobilie erst im Winter vermarkten – die Kunden könnten auf den Gedanken kommen, dass es sich um einen Ladenhüter handelt. Gute Ausleuchtung ist das A und O. Schalten Sie alle Lampen an, öffnen Sie Fenster und Türen, lassen Sie so viel Licht wie möglich einströmen. Achten Sie auch auf die Tageszeit, zu der Sie fotografieren. Die besten Ergebnisse erzielen Sie morgens bei niedrigem Sonnenstand oder abends mit Beginn der goldenen Stunde. Die sogenannte Blaue (Dämmerungs-)Stunde sollten Sie dagegen meiden.

Immobilienfotografie Handyfoto
Profi Immobilienfotografie mit Goldenem Schnitt
So muss ein Immobilienfoto aussehen

Immobilienfotografie: Eine Prise Technik lässt sich nicht vermeiden

Das Fotomodell befindet sich in optimalem Zustand. Und Sie kennen die Zeiten, zu denen es gerne fotografiert werden möchte. Jetzt werfen wir einen ganz kurzen Blick auf Ihr Equipment für die Immobilienfotografie, ohne uns in technischen Details zu verlieren. Smartphones machen heute erstaunlich gute Fotos – aber für die Immobilienfotografie muss eine hochwertigere Kamera heran. Digitale Spiegelreflexkameras oder spiegellose Systemkameras besitzen Sensoren in der richtigen Größe und differenzierte Programme, um mit den teilweise schwierigen Lichtsituationen der Immobilienfotografie umzugehen.

Ein ganz wichtiges Zubehör ist das Weitwinkelobjektiv, mit dem viel größere und damit präsentablere Bildausschnitte aufgenommen werden können. Als weiteres Extra empfiehlt sich ein Stativ, um Verwacklungen zu vermeiden. Alternativ können Sie Ihre Kamera auf einen Stuhl, einen Schrank oder eine Trittleiter stellen. Der kamerainterne Blitz muss bei Innenaufnahmen ausgeschaltet bleiben. Diese Mitteilung überrascht Laien der Immobilienfotografie immer wieder – schließlich arbeitet man doch in lichtärmeren Bereichen und möchte dort für Aufhellung sorgen! Tatsächlich reicht ein kamerainterner Blitz aber maximal vier Meter weit. Dabei erzeugt er hässliche, hartkantige Schatten und irritierende Reflexionen. Die warmen Farben von Wohnräumen werden durch den Blitz unweigerlich zerstört.

Verwenden Sie das Kameraprogramm „Innenaufnahmen“. Vermeiden Sie überbelichtete Aufnahmen, denn sie sind im Gegensatz zu unterbelichteten Fotos in der Nachbearbeitung am PC schwieriger zu korrigieren. Ein Tipp vom Profi: Wenn dennoch gebliltzt werden muss, sollte das Licht auch aus Richtung der sichtbaren Lichtquellen wie z.B. Fenster oder Lampen kommen – Stichwort: entfesseltes Blitzen.

Es kommt auf den Blickwinkel an
„Der goldene Schnitt“

Jetzt sind Sie bereit, den Auslöser zu drücken. Aber bevor Sie das tun, bleibt noch die Frage zu klären, welches die vorteilhaftesten Perspektiven für die Immobilienfotografie sind. Sie können alle bisherigen Tipps beherzigen, alle Voraussetzungen für gelungene Ergebnisse schaffen und dennoch scheitern, wenn Sie Ihre Interieurs mit verzerrten senkrechten Linien (sogenannten stürzenden Linien) wiedergeben. Schalten Sie zur korrekten Ausrichtung das 9er-Raster der Kamera ein und besorgen Sie sich eine externe Wasserwaage. Das ist ein kleines, kostengünstiges und sehr praktisches Tool, welches einfach auf den externen Blitzanschluss Ihrer Kamera gesteckt wird. Die beste Ausgangsposition für eine gelungene Immobilienfotografie liegt auf jeden Fall unterhalb der halben Raumhöhe. Um eine große Raumtiefe zu erzielen und möglichst viel vom Raum abzubilden, wählen Sie als Standort den Türrahmen und fotografieren Sie in etwa aus Hüfthöhe diagonal durch das Zimmer. Eine gute räumliche Perspektive erzielen Sie, wenn Sie möglichst immer zwei oder drei Wände mit aufs Bild bekommen. Geben Sie dem Betrachter der Aufnahmen Anhaltspunkte, um welchen Raum des Hauses es sich handelt. Mit anderen Worten: Wenn Sie das Esszimmer darstellen, sollte auch eine Esszimmergarnitur auf dem Foto sein. Gerne dürfen Sie Ihre Immobilienfotografie wertvollen architektonischen Details widmen. Eine Stuckrosette, ein gemauerter Kamin und der wertvolle alte Parkettboden leisten gute Kaufargumente. Die meisten Räume Ihrer Immobilie können sie im Querformat fotografieren; lediglich sehr kleine Räume wirken im Hochformat besser. Vermeiden Sie beim Fotografieren ungewollte Selbstporträts im Spiegel. Und fotografieren Sie nicht direkt in Fensterrichtung – das starke einströmende Licht würde den davor liegenden Raum höhlenartig dunkel erscheinen lassen.

Imobilienfotografie Hochkant
Hochkant Immobilienfotografie

Nach dem Shooting

Wir leben nicht nur in einem Zeitalter des Bildes, wir leben im Zeitalter der Bildbearbeitung. Für den anspruchsvollen Fotografen ergeben sich Möglichkeiten der ästhetischen Bildformung, für die man früher eine ganze Retuschierfabrik gebraucht hätte. Ebenso groß sind die Möglichkeiten, von der Wirklichkeit abzuweichen. Aus diesem Grund sollte die Bildbearbeitung in der Immobilienfotografie sehr dosiert eingesetzt werden. Sie dürfen den Charakter des Objekts nicht verfälschen, nicht aus alt neu machen. Aber Sie dürfen Verzerrungen, Farbstiche, unschöne Lichtverhältnisse und mangelhafte Farbsättigungen korrigieren. Reduzieren Sie z.B. die Sättigung der Farbe blau um das kühlere Tageslicht von draußen zu reduzieren.

Wenn Sie alles optimiert haben, müssen Sie Ihr Material sortieren. Sie benötigen ein Referenzfoto als Aufmacherbild, zwei Fotos pro Raum und zwei bis drei Außenaufnahmen. Schließen Sie Ihr Bild-Exposé mit der Aufnahme eines besonders hochwertigen Details/Raums ab. Die Speicherung im jpg-Format erlaubt die Veröffentlichung auf Online-Immobilienportalen.

 

Handyfotos vs. Immobilienfotos vom Profi

Lieblose und nicht durchdachte Fotos mit dem Handy wirken schnell unprofessionell und spiegeln nicht das ganze Potenzial einer Wohnung wider. Sehen Sie hier den Vergleich zwischen einfachen und leider typischen Handyfotos eines Maklers und dem Eregbnis von professionell aufgenommenen Aufnahmen unserer Agentur. Welche Fotos würden Sie persönlich eher in dem Exposé sehen wollen?

 

 

Hochkant Immobilienfotografie
Hochkant Immobilienfotografie
Hochkant Immobilienfotografie
Hochkant Immobilienfotografie
Hochkant Immobilienfotografie
Hochkant Immobilienfotografie

Für bessere Immobilienfotos braucht es den Profi

Eine gute technische Ausrüstung ist die Grundlage der hochwertigen Immobilienfotografie. Außerdem sind ein wenig Selbststudium und eine fotogen hergerichtete Immobilie Erfolgsvoraussetzung. Wenn Sie die Tipps und Tricks dieser kleinen Anleitung beherzigen, werden sich die Aufnahmen Ihrer Immobilie wohltuend von den vielen gedanken- und vorbereitungslos mit Smartphone oder Kompaktkamera geknipsten Interieurs und Exterieurs abheben. Profi-Qualität erzielen Sie allerdings nicht. Für Immobilienfotografie auf Premium-Niveau sind sorgfältig erworbene fotografische Spezialkenntnisse und die Investition in teure Technik notwendig. Durch die Beauftragung eines professionellen Immobilienfotografen erhalten Sie Aufnahmen, die mit ihrer Qualität und Ästhetik mehr als tausend Worte für die Hochwertigkeit Ihres Objekts werben. Knüpfen Sie Kontakt zu uns, wenn Sie die Immobilienfotografie den Fachleuten überlassen und sich selbst dem Kerngeschäft von Akquise und Beratung widmen wollen. Die Mitarbeiter der Agentur Offenblende nehmen Ihren Auftrag gewissenhaft entgegen und liefern innerhalb kurzer Zeit Ergebnisse, die Ihr Objekt positiv aus der Menge der Immobilienfotos hervorheben werden.